Inhalt
- Welche Doona-Modelle gibt es aktuell?
- Für wen eignet sich die Doona Babyschale?
- Welche Daten nennt der Hersteller?
- Was sagen ADAC und ÖAMTC zur Doona?
- Was sagt Stiftung Warentest zur Doona?
- Welche Stärken und Schwächen hat die Doona?
- Ab wann und bis wann kannst du die Doona nutzen?
- Welche Alternativen gibt es zur Doona?
- Häufige Fragen zur Doona
- Wie wir die Doona eingeordnet haben
Die Doona ist eine Babyschale fürs Auto mit eingebautem, ausklappbarem Fahrgestell. Du klappst die Räder aus und schiebst dein Baby ohne Umsetzen weiter. Hier erfährst du, welche Modelle es aktuell gibt, was ADAC, ÖAMTC und Stiftung Warentest herausgefunden haben und für wen sich das Konzept eignet.
Welche Doona-Modelle gibt es aktuell?
Im deutschen Doona-Shop werden im Oktober 2026 zwei Modelle angeboten: die Doona i und die neuere Doona X. Beide sind nach ECE R129 (i-Size) zugelassen.
Die Doona i ist das Modell, das ADAC, ÖAMTC und Stiftung Warentest geprüft haben. Die Doona X ist die nächste Generation. Laut Hersteller hat sie drei Liegepositionen mit einer Neigung bis 159°, ein Federungssystem und einen Schiebebügel mit zwei Höhen. Zubehör wie der 360°-Schutz wird zusätzlich für das Vorgängermodell Doona+ angeboten. Für beide aktuellen Modelle gibt es eine eigene Isofix-Basis (Doona i Isofix-Basis und Doona X Isofix-Basis), die separat verkauft wird.
Für wen eignet sich die Doona Babyschale?
Die Doona eignet sich für Eltern, die oft kurze Wege zwischen Auto und Ziel haben, etwa zum Arzt oder Einkaufen, oder mit Mietwagen und Flugzeug reisen.
Der ADAC hält die Doona i insbesondere für Nutzer von Mietfahrzeugen, für Reisende und für Autos mit kleinem Kofferraum geeignet, weil sie außerhalb des Autos nicht getragen werden muss. Beide Modelle haben laut Hersteller eine TÜV-Flugzeugzulassung. Einschränkung des ADAC: Wegen der schrägen Sitzposition sollte der Sitz einen Kinderwagen nicht dauerhaft ersetzen. Für längere Strecken brauchst du also weiter einen Wagen, etwa einen Kinderwagen 3 in 1.
Welche Daten nennt der Hersteller?
Beide Doona-Modelle sind für Babys von 40 bis 85 cm und bis 13 kg gedacht, werden nur rückwärtsgerichtet eingebaut und wiegen laut Hersteller 8 kg (Doona i) bzw. 8,3 kg (Doona X).
Der ADAC hat für die Doona i 8,5 kg gewogen, die Isofix-Basis wiegt laut ADAC 6,6 kg. Das ist für eine Babyschale viel, wenn du sie trägst. Durch die Räder musst du sie aber seltener tragen. Im Lieferumfang sind laut Hersteller ein Neugeboreneneinsatz, eine Schutzmatte für den Autositz und ein zusätzlicher Seitenaufprallschutz (Doona SIP) enthalten. Alle vier Räder lassen sich zum Reinigen abnehmen.
Die wichtigsten Daten
| Merkmal | Doona i | Doona X |
|---|---|---|
| Norm | ECE R129 (i-Size) | ECE R129 (i-Size) |
| Körpergröße Kind | 40 bis 85 cm | 40 bis 85 cm |
| Gewicht Kind | bis 13 kg | bis 13 kg |
| Einbaurichtung | nur rückwärtsgerichtet | nur rückwärtsgerichtet |
| Gewicht laut Hersteller | 8 kg | 8,3 kg |
| Gewicht laut ADAC | 8,5 kg (Basis 6,6 kg) | nicht geprüft |
| Maße zusammengeklappt (B x L x H) | 44 x 71,2 x 53,4 cm | 44 x 72,3 x 45,6 cm |
| Maße ausgeklappt (B x L x H) | 44 x 84,7 x 102 cm | 44 x 89,3 x 98/103 cm |
| Liegepositionen | keine Herstellerangabe | 3, Neigung bis 159° |
| Federung | keine Herstellerangabe | ja |
| Befestigung | 3-Punkt-Gurt oder Doona i Isofix-Basis | 3-Punkt-Gurt oder Doona X Isofix-Basis |
| Flugzeugzulassung | ja (TÜV) | ja (TÜV) |
| Preisklasse | €€€ (über 300 Euro), Stand Oktober 2026 | €€€ (über 300 Euro), Stand Oktober 2026 |
Was sagen ADAC und ÖAMTC zur Doona?
Im Kindersitztest vom Oktober 2024 bekam die Doona i mit Isofix-Basis die Gesamtnote 1,7, ohne Basis 2,4. Der ÖAMTC weist beides als „gut“ aus. Die oft genannte 1,2 ist nur die Teilnote Sicherheit.
Mit Isofix-Basis lauten die Teilnoten: Sicherheit 1,2, Bedienung 2,2, Ergonomie 2,0, Schadstoffe 2,4. Ohne Basis, nur mit dem Fahrzeuggurt befestigt: Sicherheit 1,4, Bedienung 3,2, Ergonomie 1,7, Schadstoffe 2,4. Der ÖAMTC hat dieselben Ergebnisse in seinem Kindersitztest 2024 (Herbst) veröffentlicht und bewertet zusätzlich „Reinigung & Verarbeitung“ mit 3,2 (mit Basis) bzw. 2,7 (ohne Basis).
Gelobt werden ein sehr geringes Verletzungsrisiko beim Front- und Seitencrash sowie gute Polsterung. Kritisiert werden das sehr hohe Gewicht, dass die Bezüge nur von Hand waschbar sind und, ohne Basis, ein aufwendiges Anschnallen und eine leicht erhöhte Gefahr der Fehlbedienung. Für die Doona X ist uns noch kein Ergebnis von ADAC oder ÖAMTC bekannt. Die ADAC-Markenseite führt im Oktober 2026 nur die Doona i, beim ÖAMTC haben wir ebenfalls kein Ergebnis gefunden.
Was sagt Stiftung Warentest zur Doona?
Stiftung Warentest hat die Doona i im April 2025 als Babyschale und als Buggy geprüft, aber bewusst kein Qualitätsurteil vergeben.
In der Veröffentlichung vom 02.04.2025 begründet die Stiftung das damit, dass ihr für solche Mischprodukte ein vergleichbares Bewertungssystem fehlt. Geprüft wurden Sicherheit, Ergonomie, Handhabung und Schadstoffe. Die Detailbewertung ist kostenpflichtig. Ein Testergebnis der Stiftung Warentest zur Doona X ist uns nicht bekannt.
Welche Stärken und Schwächen hat die Doona?
Stark ist die Sicherheit im Crashtest und das Konzept ohne zweiten Wagen. Schwach sind das hohe Gewicht, die Handwäsche und die Eignung nur für kurze Wege.
- Stärke: Teilnote Sicherheit 1,2 mit Isofix-Basis beim ADAC.
- Stärke: Kein Umsetzen des Babys zwischen Auto und Gehweg.
- Stärke: TÜV-Flugzeugzulassung laut Hersteller, praktisch auf Reisen.
- Schwäche: 8 bis 8,5 kg ohne Kind, plus 6,6 kg Basis im Auto.
- Schwäche: Bezüge laut ADAC nur per Hand waschbar.
- Schwäche: Nutzbar nur bis 85 cm bzw. 13 kg, danach brauchst du einen neuen Sitz und einen Wagen.
- Schwäche: Laut ADAC kein dauerhafter Ersatz für einen Kinderwagen.
Ab wann und bis wann kannst du die Doona nutzen?
Ab Geburt mit dem Neugeboreneneinsatz bis zu einer Körpergröße von 85 cm und 13 kg. Das entspricht laut ADAC etwa 1,5 Jahren.
Viele Kinder wachsen früher aus der Babyschale heraus, je nach Größe. Für die Zeit danach brauchst du einen Folgesitz fürs Auto und einen Buggy oder Reisebuggy. Für den Winter bietet Doona eigenes Zubehör wie Fußsack und Winter-Cover an. Einen allgemeinen Überblick zu Fußsäcken findest du unter Fußsack für den Kinderwagen.
Welche Alternativen gibt es zur Doona?
Die klassische Alternative ist eine normale Babyschale, die du mit Adaptern auf einen Kinderwagen setzt. Das ist schwerer zu transportieren, aber besser für lange Spaziergänge.
Viele Kombikinderwagen nehmen eine Babyschale auf. Dein Baby liegt dann unterwegs in einer flachen Babywanne, und für kurze Wege nutzt du die Schale auf dem Gestell. Einen Überblick über Modelle und Testergebnisse findest du in unserem Ratgeber Babyschale und unter beste Kinderwagen.
Unsere Einschätzung: Die Doona löst ein echtes Alltagsproblem: Babyschale und Wagen sind ein Gerät. Die Crash-Sicherheit ist laut ADAC sehr gut, die Gesamtnote mit Basis ist aber 1,7 („gut“) und nicht 1,2. Dafür ist die Schale mit 8 bis 8,5 kg schwer, nur von Hand waschbar und nach etwa 1,5 Jahren ausgewachsen. Als einziger Wagen für ein Baby reicht sie nach Einschätzung des ADAC nicht. Sinnvoll ist sie für Familien mit vielen kurzen Autofahrten oder Flugreisen. Zur neuen Doona X gibt es noch kein unabhängiges Testergebnis.
Häufige Fragen zur Doona
Welche Note hat die Doona beim ADAC?
Im ADAC-Kindersitztest vom Oktober 2024 erhielt die Doona i mit Isofix-Basis die Gesamtnote 1,7, ohne Basis 2,4. Der ÖAMTC weist beide Ergebnisse als „gut“ aus. Die Teilnote Sicherheit mit Basis liegt bei 1,2.
Was ist der Unterschied zwischen Doona i und Doona X?
Die Doona X hat laut Hersteller drei Liegepositionen bis 159°, eine Federung und einen Schiebebügel mit zwei Höhen. Sie wiegt 8,3 kg statt 8 kg. Größen- und Gewichtsgrenzen sind gleich.
Brauche ich für die Doona eine Isofix-Basis?
Nein. Beide Modelle lassen sich auch mit dem 3-Punkt-Gurt des Autos befestigen. Mit Basis bewertete der ADAC Bedienung und Gesamtnote besser.
Darf die Doona mit ins Flugzeug?
Laut Hersteller haben Doona i und Doona X eine TÜV-Flugzeugzulassung. Ob du sie an Bord nutzen darfst, entscheidet die Fluggesellschaft.
Kann die Doona einen Kinderwagen ersetzen?
Für kurze Wege ja. Der ADAC weist aber darauf hin, dass die schräge Sitzposition einen Kinderwagen nicht dauerhaft ersetzen kann.
Wie wir die Doona eingeordnet haben
Wir haben die Doona nicht selbst getestet. Grundlage dieses Steckbriefs sind die Produktseiten von Doona Deutschland, die Testergebnisse des ADAC und des ÖAMTC aus dem Kindersitztest Herbst 2024 sowie die Veröffentlichung der Stiftung Warentest vom 02.04.2025. Alle Angaben haben wir im Oktober 2026 geprüft. Preise nennen wir nur als Preisklasse. Mehr zu unserem Vorgehen liest du unter Quellen & Methodik.




